Ob beruflich oder privat, alle Jahre wieder ist der Rückblick eine schöne Tradition. Wenn ich so durch meinen Kalender und meine Fotos gehe, fällt mir auf, wievieles ich bereits wieder vergessen hatte. Deshalb finde ich es so wertvoll, das Jahr Revue passieren zu lassen, denn es führt mir eine Fülle an Ereignissen und Begegnungen vor Augen, die mir kaum mehr bewusst waren. Wie ist das bei dir?
In 2025 lag mein beruflicher Schwerpunkt erneut auf körperorientierter Traumatherapie. Ich bin sehr dankbar, dass mir so viel Vertrauen entgegengebracht wurde und ich viele berührende Sitzungen begleiten durfte.
Integrale Somatische Psychologie (ISP): Assistenz in internationalen Trainings
Besonders die Integrale´Somatische Psychologie, kurz ISP, hat es mir mehr und mehr angetan. In diesem Jahr hatte ich die Gelegenheit, mehrere Trainingsmodule zu begleiten. So war ich im April und im Oktober jeweils einige Tage in Bukarest und im November in Leuven, Belgien. Von Bukarest habe ich leider nicht so viel gesehen, weil die Tage lang und unser Hotel am Stadtrand lag. Anders war es in Belgien: Leuven ist ein nettes Städtchen und lohnt sich für einen Wochenendtrip. Von Köln liegt es nur ca. 2 Stunden entfernt.


In Leuven, ebenso wie in Bukarest, waren wir ein internationales AssistentInnen-Team, mit sehr netten KollegInnen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien und der Türkei. Ich mag das sehr.
Beginnend mit dem Tag meiner Rückreise aus Leuven war der Kölner Hauptbahnhof für einige Tage wegen Stellwerksarbeiten gesperrt, was in der darauffolgenden Woche, wie zu erwarten, für erhebliches Verkehrschaos in Köln sorgte. Der IC aus Belgien hielt daher in Köln-Ehrenfeld, von wo aus es mit der S-Bahn weiterging, die den HBF anfahren durfte. Glücklicherweise klappte alles reibungslos; der menschenleere Bahnhof wirkte allerdings recht gespenstisch.

Hurra, ich schreibe ein Buch!
Ich falle direkt mit der größten Neuigkeit ins Haus: Ich schreibe an einem Buch! Der Gedanke „ich könnte ja vielleicht“ kam zwar schon mal auf, mehr als ein Gedanke war es jedoch nie. Daher war ich sehr überrascht, und zugeben auch ein bisschen geschmeichelt, als im Frühjahr völlig unverhofft eine Agentur anfragte, ob ich mir vorstellen könne, ein Buch zu schreiben.
Schnell haben wir uns auf ein Thema und einen Arbeitstitel geeinigt und im August 25 habe ich mein Exposé, bestehend aus dem ersten Kapitel und einer Inhaltsangabe, abgegeben. Durch diesen Prozess hat mich Eva Heer mit Struktur und Kompetenz begleitet. Ja, und nun habe ich tatsächlich seit ein paar Wochen einen Buchvertrag von einem renommierten Verlag!
Das ist alles sehr aufregend und als zu Weihnachten eine Grußkarte meiner Lektorin (hört sich gut an, oder?) im Briefkasten lag, fühlte ich mich schon fast wie eine Autorin! 🙂
Bei aller Freude habe ich auch Respekt vor der Aufgabe, die nun vor mir liegt. Eine Schreibroutine zu finden, war eine der ersten Herausforderungen. Zufällig bin ich dabei auf Ursula Hahnberg gestoßen. Sie bietet mehrmals in der Woche ein einstündiges Co-Writing an. Dienstags und donnerstags geht es bereits um 8 Uhr los. Jede Teilnehmerin sagt kurz, woran sie arbeiten möchte, und dann schreibt jede eine Stunde für sich. Das Co-Writing endet mit einer kurzen Schlussrunde und wenn es zeitlich passt, schreibe ich danach weiter. Auf diese Weise gibt es zwei feste Schreib-Termine pro Woche und der Morgen hat sich dadurch ganz unaufgeregt als guter Zeitpunkt zum Schreiben etabliert.
Neue Praxisräume in Köln und Odenthal
Seit Oktober 2025 arbeite ich montags in Köln. Heute bin ich sehr froh darüber, dass ich zugegesagt habe, als sich die Gelegenheit bot, 4 Monate lang, quasi versuchsweise, einen Praxisraum in Köln zu mieten. Bis Ende Januar 26 werde ich noch dort sein und Südstadtflair genießen.
Köln hat sich so gut angelassen, auch fahr- und parktechnisch (meistens jedenfalls), dass ich spontan Nägel mit Köpfen gemacht und nach einer dauerhaften Lösung gesucht habe: Ab dem 1. Februar 2026 findet ihr mich, nun unbefristet, immer mittwochs, in der Dagobertstr. 59 im Kunibertsviertel in Köln. Dort habe ich für einen Tag in der Woche die Praxis meiner Kollegin Nicole Nagel gemietet und freue mich sehr darauf.

Veränderung auch in Odenthal
Mit Köln als dauerhaft zweitem Standort und angesichts der zunehmenden Anzahl von Online-Sitzungen, die KlientInnen buchen, war eine weitere Veränderung nur logisch: Meinen bisherigen Praxisraum in Odenthal habe ich gekündigt und biete ab März 2026 Termine in einem schönen Raum zuhause an, übrigens nicht weit entfernt von der alten Praxis.
Grundlegende Entscheidungen sind ja oft mit einem lachenden und einem weinenden Auge verbunden. In den „alten“ Räumlichkeiten habe ich mich viele Jahre sehr wohlgefühlt. Vermissen werde ich meine beiden langjährigen Kolleginnen, die Osteopathin Susanne Förster sowie die Mentorin und Business Coach Christina Henn-Roers. Christina hat sich kürzlich weitergebildet als Mentorin für Erbschaftsangelegenheiten, ein spannendes Thema finde ich.
Altenberg und der Altenberger Dom
Wegfallen wird nun meine Radtour zur Praxis am Altenberger Dom vorbei. Ich liebe Altenberg. Vor allem morgens, wenn es dort noch ganz ruhig ist, hat dieser Ort eine ganz wunderbare Energie. Vielleicht probiere ich ja mal aus, wie es sich mit dem Rad nach Köln fahren lässt.
Am 24. Dezember strahlte die ARD übrigens die Aufzeichnung eines ökumenischen Gottesdientes aus dem Altenberger Dom aus. Aufgezeichnet wurde bereits einen Tag zuvor. Zufällig kamen wir bei einem Spaziergang kurz vorher vorbei und waren beeindruckt von der schönen Beleuchtung im Dom.

Was sonst noch los war in 2025
Mein Newsletter ist da
Seit diesem Jahr gibt es meinen Newsletter! Hier dreht sich alles um dein Nervensystem, um Traumaheilung und um dein Fasziensystem. Wenn diese Themen dich ansprechen, dann melde dich gern an. Einen Link dafür findest du am Ende dieses Blogartikels.
Fortbildungen in 2025
- Juni 2025: Kopplungsdynamiken mit Doris Rothbauer
- September 2025: Achtsamkeit und Selbst-Mitgefühl bei chronischen Schmerzen mit Christiane Wolf
BOT Terminbuchung
Zum ersten Mal hat ein Bot über Calendly einen Termin mit mir gebucht. Ist dir das schon einmal passiert?
Ein wenig gestutzt hatte ich schon, als ich auf die angegebene Mail Adresse antworten wollte und meine Mail als unzustellbar zurückkam, mir dann aber doch nichts weiter dabei gedacht. Zum vereinbarten Kennenlerntermin erschien jedoch niemand, so dass ich die Mail-Adresse noch einmal genauer unter die Lupe nahm: Vorname gefolgt von vier Ziffern und Nachname gefolgt von zwei Ziffern – im Nachhinein eindeutig. Spam-Mails oder Instagram-Anfragen von Bots kenne ich ja, aber das war eine neue Erfahrung.
12 veröffentlichte Blogartikel
2025 habe ich 12 Blogartikel geschrieben, ich glaube, so viele waren es noch nie. Die drei wichtigsten auszuwählen, fällt mir schwer, aber ich habe mich nun für diese hier entschieden:
- Was bedeutet Fawning? Was ist der Bambi-Reflex?
- Sich verantwortlich fühlen für andere: wenn Harmonie überlebenswichtig war
- Was mir hilft, wenn es mir emotional nicht gut geht
Lies gerne mal rein oder stöbere auf meiner Website. Vielleicht spricht dich ja auch einer der anderen Beiträge an!
Ausblick auf 2026
Das neue Jahr startet mit der 4-tägigen Fortbildung „Scham und Schuld“ mit Marianne Bentzen. Darauf freue ich mich sehr.
Neben Praxisalltag und Buchschreiben wird in den ersten beiden Monaten der Praxisumzug Zeit in Anspruch nehmen. Wie immer, ist das eine gute Gelegenheit zum Auszumisten, was sich hinterher so schön befreiend anfühlt, und auch darauf freue ich mich.
Dann gibt es einige Bücher, die gelesen werden wollen
- Das Geschenk von Gaea Schoeters
- Pearly Everlasting von Tammy Armstrong
- Vermissen auf Japanisch von Yukiko Tominaga
- Pusztagold von Clara Heinrich
und das Puzzle „The world of Jane Austen“, das gelegt werden möchte. Puzzelst du gerne? Ich kann dabei wunderbar abschalten.
Nun bleibt mir nur, Danke zu sagen, dass du diesen Artikel bis hierher gelesen hast und ich würde mich sehr freuen, wenn du einen Kommentar dalässt.
Zu meinem Newsletter anmelden kannst du dich übrigens hier 🙂

1 Gedanke zu „Jahresrückblog 2025“
Liebe Stefanie, wow, was für Aussichten du auf 2026 hast. Ich freu mich mit dir und schau gern wieder öfter vorbei. Ich bin sicher mit dem Ein-oder Anderen kann ich mein beruflich.Wissen vertiefen. Viel Erfolg und alles Liebe, Andrea